PRÜFVERFAHREN

Zur Feststellung des Rutschhemmungsgrades der verschiedenen Produkte dient in Deutschland und einigen Anrainerstaaten das sogenannte Begehverfahren, wobei eine Prüfperson auf einer im Neigungswinkel verstellbaren schiefen Ebene das Material begeht. Der Neigungswinkel, bei dem die Prüfperson die Grenze des sicheren Gehens erreicht, wird für den Schuhbereich gemäß DIN 51130 mit Schuh und Öl und für den Barfußbereich gemäß DIN 51097 barfuß mit Wasser ermittelt.

Untersuchungen haben ergeben, dass sich lasertechnisch bearbeitete Oberflächen gegenüber z.B. geschliffenen Oberflächen hinsichtlich der langfristigen Rutschhemmung deutlich besser verhalten, da rund 80 Prozent der Oberfläche im Originalzustand bleiben.

Auch andere nicht deutsche Prüfverfahren, die einen Haftreibungskoeffizienten ermitteln, wie z.B. das in Italien benutzte B.C.R.A.- Verfahren oder das britische S.R.T- Verfahren, haben eine deutliche Verbesserung der Rutschhemmung bei lasertechnisch bearbeiteten Bodenbelägen festgestellt.

Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, sollte die „gelaserte“ Bodenfliese verbindlich durch ein neutrales Institut zum Nachweis der Rutschhemmung zertifiziert werden.

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